Guten Rutsch in das neue Jahr 2010!
31. Dezember 2009 von Tim
Von ganzem Herzen einen guten Rutsch und ein gesundes glückliches Jahr 2010
wünschen euch die Jacks

Von ganzem Herzen einen guten Rutsch und ein gesundes glückliches Jahr 2010
wünschen euch die Jacks
Hansi – Startnummer 27107 - hat am 36. real,- Berlin-MARATHON am 20.09.2009 erfolgreich teilgenommen. Der Marathon stand unter dem Motto “20 Jahre grenzenlos laufen” . Anbei der Zieleinlauf auf Video. Glückwunsch Hansi. Tolle Leistung. Dann bis zum nächsten Marathon.
Hans, schwarzes T-Shirt-rote Ärmel, läuft von Sekunde 34 bis 44 ins Ziel!
http://enun.de/wordpress/wp-content/uploads/2009/09/hans_berlin.flv
Wir werden dich nie vergessen!

Es war in Erfurt, kurz nach der Wende. In meiner Wohnung in der Ernst-Toller-Straße. Wir haben Einweihung und meinen Geburtstag gefeiert. Ich hatte die Wohnung zusammen mit Langi zuerst saniert, dann renoviert. Eine Wand herausgerissen, einen Tresen gemauert. Auch ein paar Fliesen hab ich angeklebt. Mehr schlecht als recht. Die Stelle sah fürchterlich aus. Dann kamst Du. Mensch Ole, haste gesagt, ich hab da so eine Idee. Bist nochmal losgegangen. Kamst wieder mit einem Heiligtum von Dir. Eine Südstaatenflagge. Die haben wir dann zusammen über den Schandfleck gehangen. Dort hing sie noch lange, wie auch noch in zwei Folgewohnungen. Nun hängt sie nicht mehr an der Wand. Aber ich hab sie noch. Und werde sie immer behalten. In Erinnerung an Dich, Otto.
Ole

Meine Gedanken kreisen derzeit täglich nach Fulda zu Otto und Birgit. Ich denke oft an früher. Was haben wir für schöne Zeiten zusammen verbracht. Im Mai vor 3 Jahren, da war noch alles in Ordnung, wie bei jedem von uns. Und dann … Ich weiß nicht, es ist so traurig Otto so zu sehen, so zu hören und doch möchte man ihm viel Kraft mit auf seine Reise geben. Otto der uns immer mit seinen Kenntnissen in der Musikbranche jedes Jahr zum Männertag mit einem CD Mix überraschte und das dann schon zu seinem gewohnten Ritual wurde. Als ich im November bei Ottos war, bastelte er schon an seiner nächsten und wie er mir sagte, vielleicht letzen für uns zusammengestellten CD und er wüßte auch nicht, ob er es noch schaffe. Das gab mir einen ganz schönen Stich. Was soll man da sagen? Ich wußte es nicht, freute mich aber, dass er immer noch daran arbeitete. Jetzt im Februar war ich nochmal da. Gedrückte Stimmung. Otto geht es nicht wirklich gut. Wir waren eine Stunde spazieren und redeten viel, fast zuviel für Otto, danach hatte er große Schmerzen. Er sprach aber mal aus seiner Seele heraus. Das er Angst hat und wie das wohl ist mit dem Sterben. Ich konnte es ihm leider nicht sagen. Ich versuchte, so normal wie möglich damit umzugehen, aber das war nicht einfach. Die Ärzte haben keine Therapie mehr für ihn, die das Blatt nochmals wenden können. Otto hat so gekämpft bis zum heutigen Tag. Allerdings sagte er mir, er merkt wie ihm die Kraft weg geht und das so innerlich. Er möchte so gern noch da bleiben aber er hat das Unausweichliche wohl so angenommen oder annehmen müssen. Wir sprachen über die alten und auch heutigen Zeiten. Später sagte er, es hat auch gut getan – das Reden. Diese Hilflosigkeit, die ich auch sehr genau kenne, die kann einen wahnsinnig machen. Was ich weitergeben konnte, aus meiner auch jetzt noch schweren Zeit – einfach nur dasein, zuhören und nicht allein lassen in so einer schweren Zeit. Ich weiß jetzt schon, wir werden ihn sehr vermissen.
Sonntags-Dienste bei der Zeitung können sehr belastend und anstregend sein. Denn an Sonntagen ist niemand erreichbar. Kein Pressesprecher, kein Bezirksamt, kein Senat, kein Ansprechpartner bei den Gewerkschaften, kein Unternehmens-Boss, niemand. So muss man oft diese Menschen privat anrufen, auf den Anrufbeantworter oder die Mailbox quatschen mit der Hoffnung, dass sie zurückrufen. Manchmal ist es deshalb sehr stressig. Manchmal aber auch weniger. Da hat man teils wenig zu tun. Wie heute. Und dann kommt so etwas dabei raus:
Das Dichter-Nun
Es sprach das Nun:
Das ist unglaubelich
Nichts im Deutschen
Reimt sich auf mich.
Wäre ich ein Brite oder Ami.
Da hätt ich viel zu leimen.
Oder heißt es dichten?
Auf jeden Fall mit Reimen.
So vieles würde zu mir passen.
Schon bald, das heißt in England noon.
Und Mond und mittags,
das sind Moon und Noon.
Und wie es traurig saß,
so ganz allein, das Nun,
da kam des Wegs,
ein Hahn, ein Huhn.
Was sitzt Du hier so traurig,
du hast wohl nichts zu tun?
Wir sind das liebe Federvieh
vom Bauern Alfred Kuhn.
Da war das Nun sehr glücklich
und sprach zu Hahn und Huhn:
Hab jetzt mit Reimen viel zu tun,
denn ich bin nun ein Dichter-Nun.